Juli 4, 2008
Gestern Nacht habe ich meine letzte Arbeit fertiggeschrieben und heute Morgen habe ich sie abgegeben! Damit bin ich jetzt also scheinfrei!!!
Habe jetzt etwa einen Monat lang richtig Urlaub, bevor der Startschuss für die Diplomarbeit fällt. Ist das ein schönes Gefühl!!!! Das hatte ich schon seit Monaten nicht mehr..
Ein paar Leute haben mich gefragt, ob ich ihnen den Studienteil über “Typologien und Strategien pädosexueller Täter” schicken kann. Ich habe ihn jetzt unter “Downloads” eingestellt. Wenn ihr das Passwort nicht habt, dann fragt mich einfach danach. Ist wirklich ein interessantes Thema. Natürlich konnte ich auf den paar Seiten (sind so um die 28 geworden glaub ich) nur einen kurzen Überblick über wichtige Typologien, Klassifikationen und Modelle geben, aber als Einstieg ist es ok, denke ich. Vor allem der Teil über Täterstrategien (z.B. im Grooming-Prozess) ist gerade hinsichtlich des Schutzes von Kindern vor sexuellem Missbrauch sehr interessant wie ich finde. Kann ich empfehlen, sich mal damit zu beschäftigen!
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Aktuelles, Pädagogisches | Getaggt: grooming-prozess, sexueller missbrauch, pädosexuelle Täter, sexualisierte Gewalt, Missbrauchstäter, täterstrategien, typologien, vorbedingungen für sexuellen missbrauch, opfer, prävention, finkelhor, groth, bullens, simskins et al. |
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Verfasst von jadien
Juni 6, 2008

Bild: photocase.com
Wie einige von euch ja wissen, beschäftige ich mich im Rahmen einer Studienarbeit gerade ziemlich ausgiebig mit dem Thema “pädosexuelle Täter”. Gerade als jemand der mit Kindern- und Jugendlichen arbeitet, sollte man sich meiner Meinung nach dringend mal damit befassen.
Leider herrscht immer noch viel zu häufig ein völlig verzehrtes Bild von Tätern und deren Vorgehensweisen vor; zu nennen wäre hier etwa der “böse Fremde”, der plötzlich anhält und ein Kind ins Auto zieht oder der psychisch kranke Triebtäter, der sozial isoliert lebt und seine Triebe nicht im Griff hat.
Die Realität sieht aber oft ganz anders aus: gerade mal 6 % der Täter waren dem Opfer vor der Tat völlig fremd. Missbrauchstäter sind “von außen betrachtet” zumeist ganz normale Männer (nur etwa 10 % der Täter sind Frauen), die keine psychisch krankhaften Befunde aufweisen; und vor allem welche, die sehr genau wissen, was sie tun. Denn ihre sexuell motivierten Gewalttaten werden geradezu strategisch und sorgfältig geplant. Der Prozess, in dem das Opfer systematisch “vorbereitet” wird, lässt sich zumeist sehr klar beschreiben (Grooming-Prozess): das Vertrauen des Opfers wird erschlichen, es wird in eine “besondere” Stellung gehoben, nicht selten wird ihm jeder Wunsch von den Augen abgelesen; von anderen Bezugspersonen wird es isoliert, ihm wird Mitschuld eingeredet…
Alles zu beschreiben würde hier auf jeden Fall den Rahmen sprengen, aber ich bin auf eine gute Internetseite über sexualisierte Gewalt (von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Prävention und Prophylaxe e.V.) gestoßen, die sehr viele wichtige Informationen zu diesem Thema enthält. Und natürlich stelle ich euch auch gerne meine Studienarbeit zur Verfügung, wenn ihr euch einen weiteren Überblick verschaffen wollt. (Sobald sie fertig ist natürlich…)
Ich denke, dass ein besseres Wissen um die Missbrauch-Strategien pädosexueller Täter und die oftmals sehr komplizierten Macht-Mechanismen sehr wichtig ist, um Kinder vor Missbrauch zu schützen und Missbrauch-Verhältnisse aufzudecken.
Also schaut mal rein!
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Aktuelles, Allgemein, Pädagogisches | Getaggt: grooming-prozess, pädosexuelle Täter, Missbrauch, sexualisierte Gewalt, pädophil |
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Verfasst von jadien